Mümü

...oder das Mädchen vom Lande...

20.1.07

Ist Sport Mord?


Es scheint ein Fluch über meiner Sportlerkarriere zu liegen. Als ich voller Motivation, (bereits im Dezember!) das Snowboard entstaubte und in Zermatt auf die Piste stellte, knackste ich mir wohl aus Gründen der zu langen Pause von fast zwei Jahren, die unterste Rippe zwischen Knochen und Knorpel, so dass lachen, husten, niesen und auf der Seite schlafen zur reinsten Höllenfolter wurde. Aber meine Motivation sportlich zu bleiben blieb vorerst bestehend. Ich wollte nur zwei Tage später ins Hallenbad meine Längen schwimmen gehen und merkte nach der ersten Schwimmbewegung, dass sich mein Körper kurz vor dem zerreissen und folglich am ertrinken befand. Ich machte dem Bademeister einen Gefallen und wollte ihm nicht zumuten, eine Leiche aus dem Wasser fischen zu müssen. Deshalb stellte ich meine Schwimmerkarriere vorerst mal ein.
Der Versuch, doch noch mal aufs Board zu stehen blieb nicht lange aus. Knapp zwei Wochen nach meinem Rippenriss stellte ich mich erneut auf das Brett und musste mit Schrecken feststellen, dass das gar nicht ging. So hat sich quasi ein Tagespass in Bier aufgelöst. Irgendwie musste ich ja die Schmerzen betäuben! ;-)
Nun denn, ich musste wohl oder übel akzeptieren, dass ich eine Sportlerpause einlegen musste.
Vergangenes Wochenende fühlte ich mich dann wieder so richtig erholt und strepte erneut nach Ertüchtigung. Der Samstag stand im Zeichen von Fahrradfahren und einer drei stündigen Wanderung, um den Körper mal wieder etwas auf zu wecken. Am Sonntag dann eine Stunde Wettkampfschwimmen ;-) als gäbe es kein Morgen mehr. Der Montag lies ich etwas gemütlich ausklingen mit einem Spaziergang auf den Gurten und eine Radfahrt um den Gurten rum.
Tja, und am Mittwoch wurde ich von einer Grippe lahm gelegt, die bis heute noch nicht ausgeklungen ist. Ist das der Preis den man bezahlen muss? Sport und ewige Wehwehchen oder kein Sport, gesund und dafür ein paar Pfunde zuviel auf den Hüften?! Na ja, ich gebe noch nicht ganz auf. Sofern Frau Holle noch einmal so richtig die Decken ausschüttelt stehe ich bald eine Woche lang wieder auf dem Brett und hoffe einfach mal, dass ich in dieser Woche ohne Brüche, Krankheiten oder sonstige physische Gebrechen überleben werde und somit endlich mein lang ersehnter Start in die Sportlerwelt schaffen kann.

4.11.06

Hausfrau


Meine Wenigkeit hat die Emanzipation im Grunde nie verlangt. Natürlich freut es mich, wenn ich ab und zu meinen Senf dazu geben kann, wenn es darum geht, ob nun die Verlängerung der Flughafenpiste in Belp mit finanziert werden soll oder nicht und ob Kinderzulagen vom Staat geregelt werden sollen oder nicht. Wobei wir da schon beim grundlegenden Thema sind. Die Kinderzulagen betreffen grundsätzlich die Leute mit Kindern. Jedoch haben vor wenigen Jahrzehnten ein paar Feministinnen die Hosen angezogen und wollten wie die Männer arbeiten gehen. Heute haben wir den Salat. Früh morgens aufstehen zu müssen und erst wieder nach Hause kommen wenn es schon dunkel ist kann ja wohl nicht im Naturell einer Frau liegen? Wo bleibt die Zeit für den Coiffure, für die Mani-und Pediküre, für die Kaffeepause mit Freundinnen und der Massage? Geschweige denn die nötige Dosis UV-Licht für den gesunden Teint.
Arbeiten für einen miesen Lohn und sich dann auch noch gezwungen fühlen, eine Weiterbildung zu machen, um eventuell einmal einen besseren Stand in der Arbeitswelt ergattern zu können ist nun das Resultat der Revolution der Liebhaberinnen des Text verkomplizierens, indem man sogar den Salzstreuer mit -Innen abdrucken sollte und sich somit jegliche Schulbücher in der Dicke verdoppeln, da jedes Wort unweigerlich verlängert wird. Was dazu beiträgt, dass sich die Weiterbildungszeit in die Länge zieht und der Anspruch auf geregelte Kinderzulagen immer weiter in die Ferne rückt.

4.9.06

Geld, Gold und Diamanten


Ein Abend am Zürcher See Ufer ist spannender als eine halbe Stunde Exclusive-Das Star Magazin im TV.
Wo man hin schaut Geld, Gold und Diamanten...! Frau hofft so sehr, dass die Wasserstoffblonden Mädchen mit den Prada Täschchen ins Wasser fallen, bevor diese von der Anlegebrücke in das Motorboot steigen. Natürlich nicht aus Neid, sondern nur zur Bestätigung, ob das teure Yves-Rocher Make-Up auch hält was es verspricht und Frau hofft ebenfalls, das einer dieser Spatzen, die eigentlich nur hinter den Chips auf den Tischen her sind, auf einer dieser Louis Vuitton Taschen kackt, welche en masse auf den Bänken lagern. Auch dies natürlich nur aus rein saloppen Gründen, da es Frau von Land wundern tut, ob dieses Material auch gut zu reinigen ist. Ich nippe noch ein wenig an meinem gespritzten Weissen und überlege mir, wie gut mir eine Chanel Sonnenbrille stehen würde. Ach, ich würde bestimmt fantastisch damit aussehen...! Na ja, wer weiss schon, wie gut es denen wirklich geht... in diesem Zwang zu stecken, immer gut aussehen und die teuersten Taschen rum schleppen zu müssen. Ist bestimmt eine Qual und ich würde mich gerne zur Verfügung stellen, ihnen diese Last abzunehmen! Ich weiss, ich bin enorm sozial und ich finde es schön, wenn Euch dies auffällt, aber so bin ich halt. Ich helfe wo ich kann...!
Der Weggang vom Ufer wurde mir nicht sonderlich erleichtert, als ich bemerkte, dass diejenigen, die nicht mit dem Boot da waren, mit dem Range Rover Vogue nach Hause fuhren...! Heul...!

24.8.06

Hund und Katz


Bekanntlich teilen Hund und Katz die Völker. Es gibt die Menschen, die voll auf Hunde abfahren und es gewaltig finden, wie viele sinnvolle oder unnötige Dinge man diesen Tieren beibringen kann und die Hündchen es als das Höchste empfinden, dem Herrchen gehorchen zu dürfen.
Dann gibt es die Menschen, die mit Hunden wahrlich nichts am Hut haben und ihr Leben nur Katzen widmen. Diese Tiere holen sich Kuscheleinheiten dann, wenn sie es brauchen, gehorchen kaum und wann, auch nur je nach Tagesform, spazieren Wochen in der Weltgeschichte um her und scheinen sich nicht zu überlegen, dass sich der Besitzer Sorgen machen könnte. Einfach egoistisch pur und trotzdem, oder gerade deswegen werden sie von den Fans so innig geliebt.
Natürlich gibt es noch die Menschen, die beide Tiere gleich gut mögen und diejenigen, die mit Viechern gar nichts anfangen können. Die sollen sich jedoch fürs Erste einen anderen Blogeintrag suchen.
Mir geht es darum, auf zu zeigen, dass die Charakteren von Hund und Katz auch auf Menschen übertragbar sein können. Habt ihr Euch schon mal Gedanken darüber gemacht, welches von den Beiden Vierbeinern ihr wohl sein könntet? Lasst Ihr Euch alles sagen, gehorcht aufs Wort wenn dafür ein "Läckerli" raus springt und lasst Euch betatschen wann immer die andern Euch betatschen wollen?
Oder seit Ihr Eigenständig, nehmt Euch was Ihr braucht und seit zufrieden, wenn immer mal was im Napf ist, könntet Euch dem ungeachtet auch ganz gut selber ernähren?
Diese Frage finde ich ganz unterhaltsam. Vor allem seit ich mit einem Freund darüber gesprochen habe, einen Hund gedenke zu sein und er mich dann klar und deutlich als Katze abgestempelt hat!
Grundsätzlich kann man Menschen recht gut in diese beiden Passformen drücken...! Versucht es mal und nehmt Euren Partner bei Fuss und geht Gassi... wenn dieser einen im Regen stehen lässt, war’s wohl eine Katze! ;)

3.8.06

Eine Geschichte

Es war einmal ein kleiner süsser Stinklurch. Er nannte sich Lurchi. Lurchi stinkte den ganzen Tag so vor sich hin. Mal stinkte er da, mal hier, mal anderswo. Hauptsache es wurde gestunken. Auf einmal verleidete ihm das stinken und so beschloss er, eine Wanderung auf sich zu nehmen, um dem stinken zu entkommen. Er wanderte durch Wälder, über Felder, machte Rast an irgendwelchen Teichen und riskierte sein Leben auf Schnellstrassen. Er schaffte es jedoch unversehrt an einen grossen See zu gelangen. Am See angekommen wusste er jedoch nicht, was er dort nun machen soll. So stinkte er halt wieder etwas vor sich hin, bis sich eines schönen Tages der Sali zu ihm gesellte. Sali roch ebenfalls sehr schlecht, war aber ein Salamander und aus diesem Grunde etwas grösser als der Lurchi. Lurchi war nun froh, dass dank der grösseren Beschaffenheit dieses Wesens jemand in seiner Nähe war, der nun noch mehr stinkte als er. So stinkten die Beiden etwas um die Wette und waren froh, einander gefunden zu haben. Zusammen zu stinken war doch einiges friedlicher als alleine zu stinken.
Nun, die beiden konnten jedoch nicht nur noch Tag ein Tag aus vor sich hin stinken. So beschlossen sie, einmal in den See zu hüpfen, um zu baden. Dort trafen sie auf Quali. Quali ist ein Qualquäppchen, welches gerade frisch zur Schule ging. Die beiden waren fasziniert von Quali. Sie wussten ja nicht, dass es noch anderes zu geben scheint im Leben als nur zu stinken. So liesen sie sich vieles von Quali erzählen bis eines Tages auch das langweillig wurde. Vor lauter Langeweile flutschte Lurchi die Zunge raus und schwup war Quali weg. Sali war so betroffen über den Verlust, dass er kurzerhand Lurchi frass. Aus lauter Trauer, nun wieder alleine auf der Welt zu sein, stellte sich Sali ein paar Tage später dem Leben und hielt so lange die Luft an, bis es ihm nur noch übel wurde. Deshalb atmete er dann wieder weiter und machte sich auf den Weg dort hin, wo er her gekommen ist.

27.7.06

Ferien – eine erholte Anstrengung, oder ein Patriotsgefühl


„Eine Woche Elba bitte, mit viel Sonne und Meer...!“ Das habe ich gekriegt und ich hab’s genossen. Nach dem einige Pannen behoben und die Fähre noch auf die letzte Minute erwischt wurde, konnten wir uns ohne weitere Zwischenfälle an einer Woche Strandurlaub zwischen deutschen-, schweizer- und italienischen Sonnenschirmen erfreuen.
Doch mindestens genau so erfreulich ist das nach Hause kommen. In meine vertraute Umgebung, zu meinen vertrauten Mitmenschen und in meine heimelige Dachwohnung.
Zwar glänzt kein Sonnenaufgang über dem Meer, zwar muss ich hier wieder arbeiten gehen und auch braun werde ich nur noch halb so schnell. Jedoch erlebe ich jedes Mal so ein schönes Gefühl, wieder zurückgekehrt zu sein. Kein Theoretisches Dasein, kein aus der Tasche leben, kein nix verstehen, kein niemand kennen, kein klebriges Salz-Sand-Gemisch auf der Haut, kein krampfhaftes suchen nach Schweizer Nummerschildern und vor allem kein Heimweh. Ja genau... ich werde von Reise zu Reise patriotischer und merke, dass ich gerne hier in meinem Ländchen lebe.
Zwar sehe ich gerne andere Städte, andere Länder, andere Lebensweisen. Jedoch ist es aufreibend, all die Eindrücke zu verarbeiten, all das Neue ein zu fangen, so dass es schier anstrengend ist, die Erholung zu erlangen, die zu erlangen wäre. Die absolute Erholung erhalte ich dann in der ersten Nacht wieder in meinem weichen, großen, bequemen Bett, wenn ich weiß, dass ich nun wieder zu Hause bin. Meist freue ich mich zu diesem Zeitpunkt am meisten, in den Ferien gewesen zu sein...!

17.7.06

Gurtenfestival – die etwas andere Welt


Der Montagmorgen ist, als wäre man aus einem Traum erwacht. Man steht in der Realität, ist aber von diesen Eindrücken noch zu beduselt, als dass man schon wieder voll los starten könnte.

Auf dem Gurten herrschten einmal mehr vier Tage lang andere Regeln, andere Sitten und andere Lebensweisen. Es herrschte eine Welt, die einen Meter über dem Boden zu schweben schien. Eine Zufriedenheit, eine Zusammengehörigkeit und eine Gelassenheit, die man im Alltagsleben wohl kaum finden könnte. Man bricht aus den eigenen Grenzen aus und lebt, was man im „normalen“ Leben nicht zu leben wagt.

Ich werde ein weiteres Jahr von diesen Eindrücken und dem Erlebten zerren, bis es dann wieder heisst; willkommen am 24igsten Gurtenfestival! ;-)

Wie habt ihr diese vier Tage Ausnahmezustand erlebt? Eure Geschichten interessieren mich und es würde mich freuen, ein paar Worte von Euch lesen zu dürfen...!



7.7.06

„Doppelmeter“


Wie ging das noch gleich, mit den verschiedenen Intelligenzen, die man besitzen kann... oder eben nicht?! Werde wohl noch mal meine Schwester kontaktieren müssen...

Heute Morgen musste ich für meinen Chef einen „Doppelmeter“ kaufen gehen, also nein, zehn Stück musste ich besorgen, dies ist jedoch ein unwesentliches Detail, da ich bis jetzt nicht weiss, für was er zehn „Doppelmeter“ braucht. Vielleicht um 20 Meter ab zu messen? ;-) hihihi

Wie auch immer... ich schlenderte gemütlich in die Marktgasse, um in der Migros diese Dinger kaufen zu gehen. Eigentlich habe ich mir von Anfang an gedacht, dass diese wohl nur im Do it + Garden vor zu finden sind. Da sich diese Abteilung aber weiter unten in der Gasse befindet, versuchte ich mein Glück erst in der Haushaltsabteilung. Wie befürchtet fand ich keinen „Doppelmeter“ in den Regalen. Um aber keinen Schritt zu viel machen zu müssen, fragte ich noch bei der Information, ob sie diese Holzmessutensilien führen oder nicht. Die Dame hinter der Theke schaute mich an, als hätte sie mich nicht verstanden, so dass ich meine Frage, ob sie „Doppelmeter“ hätten, noch einmal wiederholte. Sie wiederholte das Wort „Doppelmeter“ noch einmal und hielt kurz inne... in diesem Augenblick kam eine weitere Verkäuferin anmarschiert und beim Anblick dieser zweiten Verkäuferin schien sich im Gesicht der Ersten eine Erleichterung breit zu machen. Nicht mehr allein gelassen mit dieser hoffnungslosen Situation fragte sie die Kollegin, ob sie Doppel... „was sagten sie noch mal?“ und schaute wieder mich an. Ich wiederholte meine Frage ein drittes Mal, ob sie wohl „Doppelmeter“ hätten?! Die Zweite war dann relativ ehrlich mit ihrer Unbeholfenheit und versuchte nichts zu überspielen... „Was ist das?“ Fragt sie mich mit einem unschuldigen Gesichtsausdruck... und nun bekennte sich auch die Erste dazu, nicht zu wissen, was dies ist, aber mit einem Blick der mir sagen wollte: „Sind sie eigentlich nicht ganz dicht so ein komisches Ding kaufen zu wollen?!“
Nun ja, ich kam mir wirklich ein bisschen verarscht vor, bis ich merkte, dass die beiden wirklich so töricht sind. Ich erklärte ihnen, was ein „Doppelmeter“ ist, wie er aussieht, für was man ihn brauche und ich liess es nicht aus zu erklären, dass ein „Doppelmeter“ zwei Meter abmessen könne...! So weit so gut... die beiden schüttelten den Kopf und ich schüttelte meinen ebenfalls und überliess die beiden ihrem Schicksal. „Schiebt Euch diesen Doppelmeter sonst wohin...!“ dachte ich mir und musste nur noch lachen...!

Ich begab mich in den Do it + Garden, fand dort jedoch nur noch vier von denen, so dass ich noch zur Konkurrenz marschierte.
Im Coop an der Infotheke konnte mir dann genau gesagt werden, wo sich die „Doppelmeter“ befänden und im Coop waren sie sogar in der Abteilung vor zu finden, in der man in der Migros nicht weiss, was ein solches Ding sein soll! In der Haushaltsabteilung nämlich... jedoch einen Franken teurer! ;-)

5.7.06

Die Metapher zum Fluss des Lebens


Die Aare fliesst meist stetig im Flussbeet entlang, mal etwas schneller, dann wieder etwas langsamer, mal trüber, mal klarer...! Mit Veränderungen rechnet keiner, wenn er sie so sieht, ruhig und gelassen runter fliessen.
Jedoch kommt es vor, dass es Tage lang nur regnet und der Wasserspiegel immer höher steigt bis der so genannte „eine Tropfen“ die Aare über die Ufer treten lässt und alles um Liegende zu zerstören vermag. Sie fliesst dort durch wo’s ihr grad passt und nimmt was sie will. Ohne Rücksicht auf Verlust zerstört sie alles lieb Gewonnene der Menschen, reist die Leute aus ihren Gewohnheiten raus. Dann heisst es, nach vorne schauen. Flicken was zu flicken ist, weg räumen was nur noch Matsch und Schutt darstellt. Nach Tagen oder Wochen langem, harten aufräumen, reparieren und Tränen vergiessen über das, was man verloren hat, kommt der Tag, an dem alles wieder in Ordnung gebracht ist. Es kommt der Tag, an dem die Sonne scheint, die Aare durch das Flussbeet säuselt, als wäre nichts gewesen und in den Menschen wieder das ruhige Gefühl aufwacht, welches man hat, wenn alles so ist wie es sein soll...!
Auch helfen die von Menschenhand errichteten Dämme, welche die Aare zähmen sollen in Zeiten der Stürme nicht all zu viel um Verwüstungen und Dramen gänzlich zu verhindern. Wenn sie will, reisst sie einfach gleich alles mit. Sie sucht sich den Weg, den sie gehen will.
Beeinflussen kann man den Fluss des Lebens nur sehr schwer...!

27.6.06

Fussball


Ich, die sich gewehrt hat wie keine, gegen diese Massenhysterie zu WM Zeiten, hat sich letzten Freitag und gestern 90ig plus 120 Minuten vor den Fernseher gesetzt und mitgefiebert, als würde es um den Triumph einer Schlacht Helvetiens gehen. Den Helm Montiert, die Lanze in der Hand tobte ich wie ein Ritter hoch zu Ross in Angriffsstellung, in der Hoffnung, den Sieg zu erlangen.
Die Freude war gross, als am Freitag Köbi’s Jungs 2:0 gewonnen haben. So freute ich mich schon auf den nächsten Einsatz und polierte meine Rüstung auf Hochglanz. Gestern dann die Ernüchterung, als ich vor Langeweile um die 80igste Minute eingeschlafen bin und eine halbe Stunde später im Halbschlaf bemerkte, dass das Spiel immer noch am laufen war. Da meine Kenntnisse über Fussball in etwa so gross sind wie über Endosymbiontenhypothesen, wunderte ich mich und kam erst später darauf, dass dies nun die so genannte Verlängerung ist, in der sich die Fussballer befinden. Da mein Interesse nach so vielen Minuten des Nichts auf den Nullpunkt sinkte, erschütterte mich auch die Niederlage nicht mehr all zu gross und mein ich wandelte sich wieder in die altbekannte Abneigung zu Fussball. Die Neutralität der Schweiz muss wohl auch im Fussball bewahrt werden...!?
Tja, so stellte ich halt meine Lanze und den Helm wieder in die Ecke, führte das Pferd wieder in den Stall und freue mich nun auf ein friedliches weiter Leben...!